Wirtschaftsmediation mit Lieferanten

Wirtschaftsmediation - Konflikte mit Lieferanten Konflikte mit externen Stakeholdern, speziell mit Lieferanten, können ein Unternehmen in seiner Entwicklung hemmen oder schlimmstenfalls sogar herbe Einbußen bedeuten. Da viele Betriebe auf ihre Lieferanten angewiesen sind, unterliegt die Regel von Auseinandersetzungen häufig großem Kosten- und Termindruck. Dabei leidet unter Umständen der gesamte Geschäftsbetrieb. Differenzen gilt es daher zügig aus dem Weg zu räumen. Durch eine Mediation kann die wichtige Geschäftsbeziehung zum Lieferanten gesichert werden.

Ein Beispiel aus unserem Mediationsalltag

Konflikte mit Lieferanten

Um zukünftig noch effizienter arbeiten zu können, beauftragte der Geschäftsführer eines inhabergeführten Maschinenbauunternehmens ein überregionales Systemhaus mit der Umsetzung eines neuen Supply-Chain-Management-Systems. Der Lieferant bot die gewünschte Leistung zu einem attraktiven Preis an und sagte die Konditionen vertraglich zu, einschließlich eines festgelegten Lieferdatums. Bei der Umsetzung kam es jedoch zu allerhand Problemen – und auch drei Monate nach dem vertraglich vereinbarten Rollout-Termin war das System noch immer nicht lauffähig. Der Auftraggeber konnte deshalb bei einer wichtigen Ausschreibung nicht berücksichtigt werden, für deren Teilnahme das neue System eine Voraussetzung gewesen wäre. Das Systemhaus konnte durch den unvorhergesehenen Mehraufwand andere Aufträge ebenfalls nicht termingerecht abwickeln. Die Spannungen gingen soweit, dass beide Geschäftsführer nicht mehr miteinander kommunizieren wollten.

Wie es das Gericht regelt

Ein Gang vor Gericht würde für beide Konfliktparteien nicht den erwünschten Erfolg bringen. Das Systemhaus würde zwar vermutlich zu Schadenersatz verurteilt werden. Möglicherweise hätte dies aber zum Konkurs des Anbieters geführt – und der Auftraggeber hätte weder sein Supply-Chain-Management-System noch den Schadensersatz dabei gewonnen. Am wahrscheinlichsten ist ein Vergleich, wie er in Wirtschaftssachen häufig vom Richter gefordert wird. Bis dahin hätte die IT- Baustelle womöglich brach gelegen – und das Unternehmen noch weitere Ausschreibungen verloren.

Was eine Wirtschaftsmediation hier geleistet hat:

Das Unternehmen entschied sich gegen den Gang vor Gericht und beauftragte stattdessen die Lentz Gruppe mit der Durchführung einer Mediation. In zunächst getrennten Vorgesprächen verschaffte sich unser erfahrener Mediator einen Überblick über die Positionen und Ansätze beider Seiten. Der Geschäftsführer des Maschinenbauunternehmens brauchte vor allem eine schnelle Lösung – er hatte durch den entgangenen Auftrag bereits über 100.000 Euro verloren. Der Lieferant entgegnete, dass die Gegenseite den Auftrag ja noch nicht sicher gehabt habe. Der Schaden beruhe daher auf einer Wahrscheinlichkeit. Er selbst war aufgrund seines unvorhergesehen hohen Krankenstandes nicht mit der Arbeit nachgekommen und hatte vor einem halben Jahr einen wichtigen Mitarbeiter an die Konkurrenz verloren. Inzwischen hatte er seine Mannschaft aber wieder komplettieren können und stellte eine Erfüllung des Auftrags binnen vier Wochen in Aussicht. Damit der Auftraggeber auf eine unsichere Schadensersatzklage verzichtete, bot der Geschäftsführer des Systemhauses im Gegenzug an, 20.000 Euro aus eigenen Mitteln in die Hinzuziehung externer Fachleute zu investieren. Dadurch würde sich die Zeit bis zur Übergabe des Systems bis auf zwei Wochen verkürzen. Damit erklärten sich am Ende beide Parteien einverstanden.

Unsere MediatorenUnsere Mediationen haben diese Wirtschaftsmediation zwischen Firma und Lieferant in zwei Einzelsitzungen à 60min. und drei gemeinsamen Sitzungen à 120min. abgeschlossen